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Aromatisierter Tee
Schwarze oder grüne Tees, denen ein zusätzliches Aroma durch Beigabe von natürlichen oder naturidentischen Aromastoffen sowie Fruchtstücken, Blüten oder Gewürzen gegeben wird.

Assam
Assam ist der Welt größtes zusammenhängendes Teeanbaugebiet in Nordindien. Assam-Tees sind vollmundig und malzig im Geschmack, gießen dunkel ab. Sie vertragen sich gut mit hartem Wasser und werden gern mit Milch oder Sahne getrunken. Assams bilden die Grundlage der bekannten "Friesischen Mischungen".


Anbaugebiete

Assam-Hybride
Eine Kreuzung zwischen den beiden Urpflanzen, Thea Sinensis und Thea Assamica. Dient heute als Grundlage für fast alle Teekulturen der Welt.

Ätherische Öle
Natürliche Bestandteile im Tee, geben ihm seinen spezifischen Duft und sein spezielles Aroma. Im erkalteten Tee häufig als Oberflächenfilm sichtbar (bedeutet keine Qualitätsminderung).

Bestandteile
Die wichtigsten Bestandteile im Tee sind das Koffein und die Gerbstoffe. Im Tee wirken diese beiden Bestandteile in besonderer Weise zusammen und sorgen für eine sanft ansteigende, lang anhaltende und allmählich ausklingende Belebung. Außerdem enthält Tee ätherische Öle, Fluor, Kalium, Theophyllin und Theobromin.

Blatt-Tee
Die ungebrochenen, ganzblättrigen Sortierungen. Bei den Blatt-Tees sind besonders Darjeelings wegen ihres zart-duftigen Aromas begehrt.

Broken-Tee
Kleinblättrige Sortierungen. Während des Rollvorganges bei der Produktion werden die Blätter zwischen rotierenden Metallplatten zerrieben. Broken-Tees sind naturgemäß ergiebiger als Blatt-Tees und ziehen schneller.

CTC-Produktionsmethode
Verkürzte Produktionsmethode, bringt Zeiteinsparung bei der Fermentation, ermöglicht relativ schnelle Herstellung großer Mengen Tee. CTC heißt: Crushine (Zerbrechen), Tearing (Zerreißen), Curling (Rollen). Der Tee wird in einem einzigen Arbeitsgang vollkommen zerkleinert. Bei dieser Methode fallen keine Blatt-Tees an, sondern in erster Linie Fannings (die feinste Sortierung), die für die Teebeutelproduktion geeignet sind.

Doppelwirkung
Eine Besonderheit des schwarzen Tees ist es, daß sein Genuß durch die einzigartige Interaktion der Hauptbestandteile (Koffein und Gerbstoffe) auf zweifache Weise auf den Organismus wirkt - belebend auf das zentrale Nervensystem und gleichzeitig beruhigend und wohltuend auf den Verdauungstrakt.

Eistee
Ein köstliches Erfrischungsgetränk - kein kalter Tee! Kochendheißen, dreifachstark zubereiteten, mit Zironensaft und Zucker abgeschmeckten Tee in Gläser gießen, die zu 2/3 mit Eiswürfeln gefüllt sind und kräftig umrühren.

Englische Mischung
Gibt es nur in Deutschland! Heißt so, weil sie der Geschmacksvorliebe der Briten entspricht. Enthält in erster Linie Ceylon-Tee. Milch und Zucker passen gut zur Englischen Mischung

Fermentation
Ein wesentlicher Vorgang bei der Teeproduktion. Dabei oxidiert der Zellsaft des Blattgutes, das sich langsam von dunkelgrün bis kupferrot färbt. In dieser kritischen Phase werden alle Wirkstoffe aktiviert und der Vorgang muß genau auf dem Punkt unterbrochen werden, damit der Tee "gelingt".

Flavour
Englischer Fachausdruck für Geschmack und Aroma eines guten Tees.

Fluor
Das in allen Schwarzteesorten enthaltene Fluor hat nachweislich eine karieshemmende Wirkung. Bereits 5 Tassen Tee am Tag stellen eine wirksame Karies-Prophylaxe dar.

Friesische Mischung
Eine friesische Mischung, so genannt, weil sie der Geschmacksvorliebe der Friesen entspricht, enthält u.a. Assam- und Sumatratees und ist recht kräftig. Die Friesen zählen mit einem Jahres-Pro-Kopf-Verbrauch von 2.500g zu den stärksten Teetrinkern der Welt. Traditionsgemäß trinkt der Friese seinen Tee mit "Kluntjes" und einem "Wölkchen" frischer Sahne.

Gerbstoffe
Wichtiger Bestandteil im Tee. Die Gerbstoffe üben eine beruhigende und stabilisierende Wirkung auf die Schleimhäute des Magen-Darm-Traktes aus. Schwarzer Tee wird daher häufig zur Linderung eines "verdorbenen" Magens empfohlen.

Gesundheit
Der Genuß von Tee reduziert nachweislich Karies, zerstört Bakterien und Viren, bekämpft Infektionen, wirkt blutdrucksenkend und schützt vor koronaren Herzerkrankungen, kräftigt die Kapillaren, verzögert Arteriosklerose und hat antioxidierende Eigenschaften, die Schäden von "freien Radikalen" entgegenwirken.

Grüner Tee
Stammt von derselben Pflanze wie der schwarze Tee und unterscheidet sich von diesem nur dadurch, daß er nicht fermentiert wird. Gleich nach dem Pflücken und Welken werden die Teeblätter "gedämpft" oder "geröstet". Dadurch werden vorhandene Fermente und Enzyme des Blattes zerstört, die sonst für die Oxydation verantwortlich sind. Das Blatt behält seine grüne Farbe. Man unterscheidet zwischen "Pan", dem chinesischen, leicht anfermentierten Grüntee und "Sencha", dem japanischen Grüntee. Bei der Produktion wird "Sencha" einer Dampfbehandlung unterzogen, während "Pan" in einer heißen Pfanne geröstet wird.

Haltbarkeit
Tee ist mindestens 2 Jahre nach dem Kaufdatum haltbar, wenn er gut verschlossen aufbewahrt wird. Ideal hierfür sind gut schließende Dosen aus Feinblech. Aromatisierte Tees haben eine kürzere Haltbarkeit, da sich die Aromastoffe mit der Zeit verflüchtigen.

High grown
bzw. "medium grown" und "low grown". Englische Fachbezeichnungen für Tees aus den Hochlagen über 1300m, aus den mittleren Höhenlagen (650-1300m) und darunter. Je höher die Lage, desto feiner der Tee.

High Tea
Eine britische Tradition, die heute wieder eine Renaissance erlebt, die auch Zuhause nachvollziehbar ist. High Tea ist Nachmittagstee und mehr - pikant belegte Sandwiches, Petit Fours, Früchtekuchen und natürlich Tee.

Kochendes Wasser
ist absolute Voraussetzung für die Zubereitung bei schwarzem Tee. Das Wasser sollte sprudelnd kochend auf die Teeblätter gegossen werden.

Lagentee
Auch Gartentee genannt - Tee aus einem ganz bestimmten Garten oder Lage, mit den typischen Eigenschaften dieses Gartens. Im Gegensatz zu Markentees können sie von einem Jahr zum anderen unterschiedlich ausfallen.

Oolong Tee
Halbfermentierter Tee. Die kostbarsten Sorten kommen aus Taiwan und haben ein bestechendes Pfirsicharoma.

Orange Pekoe (OP)
Blattgrad, d.h. Blattgrößenbezeichnung für Tee. OP bezeichnet ein langes drahtiges Blatt. Das Wort "Orange" soll auf Oranien, das holländische Königshaus, zurückgehen und beim Tee "königlich" bedeuten.

Orthodoxe Produktion
Die herkömmliche Produktionsmethode, die jede gewünschte Art von Blattgrad liefert. Die einzelnen Arbeitsgänge sind: Welken, Rollen, Fermentieren, Trocknen und Sortieren, d.h. Aussieben in Blattgrößen.

Patina
Nach längerem Gebrauch setzt sich Patina in der Teekanne ab. Die Patina beeinträchtigt den Geschmacks des Tees nicht und muß nicht entfernt werden. Die Kanne sollte lediglich vor und nach Gebrauch mit heißem Wasser ausgespült werden. Spülmittel gehören niemals in die Teekanne.

Preiswürdigkeit
Tee ist nicht nur das meistgetrunkene, sondern auch das preiswerteste Getränk nach Wasser. Eine Tasse Tee einer guten Sorte kostet kaum mehr als DM 0,10.

Qualität
Die Qualität eines Tees hängt in erster Linie von Faktoren wie Anbaugebiet, Erntezeit, Pflücksorgfalt und Verarbeitung ab. Letztlich ist aber der individuelle Geschmack des Verbrauchers entscheidend.

Russischer Tee
Auch Karawanentee genannt. So wurde früher der Chinatee bezeichnet, der über Rußland auf dem Rücken von Kamelen nach Europa kam. Heute erhältlich als "Russische Mischung" (enthält Darjeeling oder Chinatees). Leicht rauchiger Geschmack.

Second Flush
Tees der 2., d.h. der Sommerpflückung. Besonders begehrt sind Second Flush Darjeelings, die Aroma kräftiger und vollmundiger sind als der First Flush, wenn auch nicht so duftig.

Sortierung
Einteilung des Tees nach der Produktion durch Aussiebung in unterschiedliche, handelsübliche Blatt-, Broken- und Fanningsgrade.

Schwarzer Tee
Nach dem Pflücken und Welken der Teeblätter werden sie gerollt. Dadurch tritt der Zellsaft aus und verbindet sich mit dem Sauerstoff der Luft. Durch diesen Oxydations- oder Fermentierungsvorgang färbt sich das Blatt zunächst dunkel und erhält dann durch die Trocknung sein schwarzes Aussehen.

Tea Taster
Der englische Fachbegriff für Teekoster. Mittels einer sensorischen Prüfung (Geruch, Geschmack, Aussehen) beurteilt der Tea Taster täglich bis zu 300 Teesorten und spürt feinste Unterschiede auf. Nach seinem Urteil werden Tees aufgekauft und Mischungen zusammengestellt.

Teein
Gleichbedeutend mit Koffein. Im schwarzen Tee ist das Koffein an Gerbsäure gebunden und wirkt - anders als beim Kaffee - direkt auf das zentrale Nervensystem, indem es die körperliche und geistige Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit steigert und gleichzeitig ein Gefühl des Wohlbefinden erzeugt.

Thea assamica
Diese Pflanze wächst - nicht zurückgeschnitten - zu einem stattlichen Baum von 15-20 m Höhe. Sie braucht viel Wärme und ist ein reines Tropengewächs. Um zu noch feinere, aromatischeren und vor allen Dingen zu noch widerstandsfähigeren Arten zu kommen, hat man die beiden Urpflanzen (Thea Assamica und Thea sinensis) immer wieder gekreuzt. (siehe Assam-Hybride)

Thea sinensis
Diese Pflanze bleibt auch ohne Beschneiden strauchartig und wird höchstens 3-4 m hoch. Sie eignet sich besonders gut für gemäßigte Zonen und verträgt sogar Frost.

Tips
"Tips" sind im fertigen schwarzen Tee nach sorgfältiger Pflückung und Produktion als helle Blattspitzen sichtbar. "Tippy Tea" weist viele goldgelbe Blattspitzen auf, was dem Tee ein attraktives Aussehen verleiht, jedoch nicht unbedingt auf gute Tassenqualität schließen läßt.

"Two Leaves and a Bud"
Gepflückt werden grundsätzlich die zwei obersten, als jüngsten Blätter und Blattknospe eines Triebes. Two Leaves and a bud. Das Pflücken älterer Blätter als diese wirkt sich negativ auf die Qualität des fertiges Tees aus.

Wasser
Weiches, "teefreundliches" Wasser gibt es nicht überall. Man kann jedoch auch hartes Wasser verbessern, indem man es 2-3 mal im offenen Kessel aufwallen läßt. Dabei verdampfen Chlor und Phenole und der Kalk setzt sich ab.

Wirkung
Tee, der 1-3 Minuten gezogen hat, wirkt stimulierend auf das zentrale Nervensystem. Tee, der länger gezogen hat, wirkt durch den höheren Gerbstoffanteil beruhigend auf den Verdauungstrakt. Sein Theophyllin regt das Nervensystem in einer für das Herz wohltuenden Weise an und sorgt dafür, daß er entwässernd wirkt (ideales Getränk bei Diäten)

Ziehzeit
Bei losem Tee sind meistens 2-3 Minuten ausreichend, da dann das günstigste Verhältnis von Koffein zu Gerbstoffen erreicht ist. Mit zunehmender Ziehdauer werden immer mehr Gerbstoffe freigegeben, die den Tee dunkel und bitter machen können.

Zubereitungsarten
gibt es zahlreiche. In Deutschland ist man Perfektionist, gießt den Tee lose auf und füllt dann nach gewünschter Ziehzeit in eine zweite Kanne um. Praktiker nehmen Teefilter oder Einsatzsiebe, eine saubere und schnelle Lösung. In England und Friesland läßt man die Blätter in der Kanne und füllt nach den ersten Tassen mit heißem Wasser wieder auf, verhindert so das Nachbittern. In Rußland und dem Iran bereitet man einen starken Extrakt, der im Kännchen auf dem Samowar warmgehalten wird und mit Wasser aus dem Samowar verdünnt wird. In Nordafrika mengt man den Teeblättern frische Minze bei. In Indien nimmt man Milch und Zucker zum Tee und kocht ihn zusammen mit Gewürzen wie Kardamom auf und in Tibet kocht man aus Teeblättern, ranziger Yak-Butter und Salz eine nahrhafte Suppe.


Zubereitung